Der EPC-Standard verständlich erklärt

Elektronische Produktcodes im Überblick

Aufbau, Kodierschemata und Rolle des Electronic Product Code bei der weltweiten Identifikation von Objekten in der Lieferkette.

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Der EPC (Electronic Product Code) im Überblick

Der EPC ist der weltweite Standard zur Kodierung der Objektidentität auf RFID-Tags. Definiert von EPCglobal und verwaltet durch GS1, liefert er eine eindeutige, hierarchisch aufgebaute Kennung, die physische Gegenstände mit digitalen Datensätzen in Lieferkettensystemen verknüpft.

Aufbau des EPC

Ein EPC setzt sich aus vier logischen Bestandteilen zusammen, die in die Speicherbank EPC-Speicher des Tags geschrieben werden:

Feld Bit Zweck Beispiel
Header 8 Kodiert Schema und Länge des EPC 00110000 (SGTIN-96)
Filterwert 3 Hinweis zur Filterung im Lesegerät 001 = Handelsartikel
Partition 3 Aufteilung zwischen Firmenpräfix und Artikelreferenz Abhängig von der Länge des GS1-Präfixes
Firmenpräfix 20–40 GS1-Unternehmenskennung Von GS1 vergeben
Artikelreferenz 4–24 Produkt- oder SKU-Kennung Von der Marke vergeben
Seriennummer 38 Eindeutige Instanz Fortlaufend oder zufällig

Beim verbreitetsten Schema (SGTIN-96) ergibt sich eine Gesamtlänge von 96 Bit, die als 12 Byte in der EPC-Speicherbank 01 abgelegt werden.

EPC-Schemata: SGTIN, SSCC, GIAI

Der SGTIN (Serialised Global Trade Item Number) ist das Standardschema für Konsumgüter. Er kodiert GS1-Firmenpräfix, Artikelreferenz und eindeutige Seriennummer und bildet damit unmittelbar eine GTIN aus dem Barcode zuzüglich Seriennummer ab.

Weitere Schemata decken andere Objektarten ab:

Schema Vollständige Bezeichnung Typische Verwendung
SGTIN Serialisierte GTIN Konsumgüter, Arzneimittel
SSCC Serial Shipping Container Code Paletten, Gebinde
GIAI Global Individual Asset ID Mehrweganlagen, Werkzeuge
SGLN Serialisierte GLN Standorte, Verladetore
GRAI Global Returnable Asset ID Fässer, Behälter, Mehrwegverpackungen

GS1-Kodierung und TDS

Der Tag Data Standard (TDS) von GS1 legt die verbindlichen Kodierregeln, die Bit-Anordnung und die Umrechnung zwischen URI, reiner Identität und Binärdarstellung fest. Version 2.0 führte GS1-Digital-Link-URIs ein, sodass ein einzelner QR-Code oder RFID-Tag zugleich eine menschenlesbare Web-URI und eine maschinenlesbare EPC-Identität tragen kann.

Zum Kodieren wandelt der EPC-Encoder eine GTIN samt Seriennummer in eine gültige 96-Bit-Hexadezimalfolge um. Für den umgekehrten Weg liest der EPC-Decoder einen Hexadezimalwert vom Tag aus.

Die Tag Data Translation in der Middleware erledigt diese Umsetzung programmgesteuert und überführt Binärform, reine Identität und URI ineinander, während die Daten vom Lesegerät über das EPCIS-Ereignis bis ins ERP wandern.

Speicheraufteilung des EPC

Ein Gen-2-Tag stellt vier Speicherbänke bereit:

Bank Bezeichnung Typischer Inhalt
00 Reserviert Kill-Passwort, Zugriffspasswort
01 EPC EPC, PC-Wort und XPC
10 TID Chiphersteller, Modell, eindeutige Seriennummer
11 Nutzerspeicher Anwendungsspezifische Daten

Die EPC-Bank ist les- und beschreibbar, sofern sie nicht gesperrt wurde. Der TID-Speicher wird im Werk programmiert und ist schreibgeschützt; er liefert einen unverwechselbaren Fingerabdruck des Tags, der unabhängig vom EPC besteht.

Siehe auch: Speicherplanung für RFID-Tags, RFID-Tag-Chips verstehen.

Häufig gestellte Fragen

Our guides cover a range of experience levels. Getting Started guides introduce RFID fundamentals. Implementation guides help engineers design RFID solutions for specific industries. Advanced guides cover topics like dense reader mode, anti-collision algorithms, and EPC encoding schemes.

Most getting-started guides require only a basic UHF RFID reader (such as the Impinj Speedway or ThingMagic M6e) and a few sample tags. Some guides reference desktop USB readers for development. All hardware requirements are listed at the beginning of each guide.